Lang hat es gedauert, dann war er schließlich doch da – der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU, kurz: Brexit. Nach der Zustimmung am 29. Januar 2020 durch alle 27 Mitgliedsstaaten gilt das Austrittsabkommen nun seit dem 1. Februar 2020, allerdings bis zum Ende 2020 mit einer Übergangsphase.

Aber was heißt das für Dienstreisen bzw. Entsendungen auf die „Insel“? (vorbehaltlich, dass diese aufgrund der Corona-Regelungen überhaupt möglich sind) Wenn es um Dienstreisen ins Ausland geht, gilt es immer mehrere Aspekte zu beachten, und damit sind nicht nur Passbestimmungen oder Aufenthaltsrecht gemeint. Auch Arbeitsrecht, Sozialversicherungsrecht und Lohnsteuer sind betroffen. Ein kleiner Dschungel an Vorschriften, der es in sich hat – und der durch den Brexit nicht weniger wird.

Alles wird - … nicht immer anders

Die gute Nachricht: So lange die Übergangsfrist gilt, sind die Änderungen überschaubar. So bleiben die Regelungen zum Aufenthaltsrecht einfach wie bisher, und auf der Website www.gov.uk/check-uk-visa lässt sich schnell prüfen, ob ein Visum erforderlich ist. Welche Bestimmungen nach der Übergangsphase gelten, ist dort ebenfalls aktuell nachzulesen.

Auch bei der Lohnsteuer gilt gleiches und bleibendes Recht auf Basis des deutsch-britischen Doppelbesteuerungsabkommen (DBA). Es ist seit 2010 in der Rechtsordnung beider Länder verankert, regelt die Zusammenarbeit der Steuerverwaltungen und verhindert so zuverlässig, das Einkünfte doppelt besteuert werden, unabhängig davon, wo sie erwirtschaftet worden sind.

Nicht ohne A1-Bescheinigung

Ohne sie wird es aber auch in Zukunft nicht gehen: die sogenannte A1-Bescheinigung. Sie ist notwendig, um sozialversicherungsrechtliche Belange bei Entsendungen zu erfassen und sicherzustellen. Beginnt die Entsendung vor dem 31.12. dieses Jahres, wird sie – so der aktuelle Stand – für maximal 24 Monate ausgestellt. Wer länger tätig ist und bisher nur über eine befristete Bescheinigung verfügt hat, muss diese entsprechend dann neu beantragen.

Und nach der Übergangsphase …?

Wie es mit dem derzeit geltenden Sozialversicherungsabkommen nach der Übergangsphase aussieht, ist tatsächlich, Stand heute, noch nicht geklärt. Möglich wäre eine Anwendung des Sozialversicherungsabkommens von 1960, denn es gilt grundsätzlich bilateral für Arbeitnehmer aus Deutschland oder England in einem anderen Land.

Good Choice!

Ganz gleich, ob Sie regelmäßig oder einmalig Mitarbeiter nach Großbritannien entsenden: Gerade die Übergangsphase und voraussichtlich neue Regelungen ab 2021 erfordern es, hier ständig auf dem Laufenden zu bleiben. Um nicht versehentlich Wichtiges zu übersehen, ist das Outsourcing an einen Spezialisten hier ein echter Vorteil: Sie brauchen sich keine Sorgen um immer neue Brexit-Bestimmungen zu machen, konzentrieren sich lieber einfach auf Ihre Aufgaben und können den 5-Uhr-Tee nach erfolgreichen Verhandlungen ganz entspannt genießen.


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